Montag, 11. März 2019

Neueste Zahlen des Deutschland-Index der Digitalisierung - 2019 veröffentlicht: Ungleiches Rennen

Heute wurde der Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat einem Fachpublikum sowie der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Vor allem bei der Digitalisierung der Kommunalverwaltungen und im Bereich Wirtschaft und Forschung hat es in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gegeben. Doch nicht alle Bundesländer profitieren hiervon in gleicher Weise. Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT untersucht im Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 Stand und Entwicklung der Digitalisierung auf regionaler Ebene.

Mit dem Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 veröffentlicht das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS nun bereits zum zweiten Mal ein Gesamtbild der Digitalisierung in Deutschland. 


Dabei liegen erneut die Stadtstaaten – allen voran Berlin – sowie die großen Flächenländer vorn. Berlin und Sachsen konnten ihren Indexwert in den zwei Jahren seit der letzten Erhebung deutlich steigern. Hinsichtlich der untersuchten Bereiche verzeichnen Wirtschaft und Forschung sowie die Kommunen die höchsten Zuwächse. Bei der Infrastruktur und der Nutzung von E-Government-Angeboten fallen die Steigerungen hingegen eher bescheiden aus.


(Noch) kein Trend zu Glasfaser

Die digitale Infrastruktur hat sich vor allem in den Bundesländern verbessert, deren Infrastrukturausbau bisher deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt lag. Dadurch schließt sich im Vergleich zu 2017 etwas die Schere zwischen Spitzenreitern und Nachzüglern. Trotzdem haben selbst die Stadtstaaten das Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit 50Mb/s noch nicht erreicht. Beim derzeitigen Tempo (6,6 Prozentpunkte Steigerung in eineinhalb Jahren) bräuchte es noch weitere sechs Jahre, bis das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus in ganz Deutschland erreicht wäre. Selbst anhand neuester verfügbarer Zahlen würde das Ziel einer flächendeckenden Versorgung frühestens im Jahr 2021 erreicht. Glasfaser spielt hierbei bislang kaum eine Rolle. Außerhalb von Hamburg (71 Prozent) und Schleswig-Holstein (21 Prozent) tragen Glasfaseranschlüsse im Schnitt weniger als fünf Prozent zur Breitbandversorgung der Haushalte bei – dieser Anteil ist zudem in den vergangenen Jahren kaum gestiegen. In der Gesamtbetrachtung verfügen neben den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg vor allem Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein über eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur.


Online-Verwaltungsleistungen kommen nicht voran

Die Kommunalverwaltungen konnten in den vergangenen zwei Jahren insbesondere mit der starken Ausbreitung von HTTPS-Unterstützung, der Nutzung von Basiskomponenten wie Servicekonten und E-Payment, einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen und der Einführung von Online-Anliegenmanagement (Mängelmelder) punkten. 


Die Steigerung des Angebots an Onlinediensten ist jedoch mehr als dürftig. Für die Studie wurden fünf der nachgefragtesten Verwaltungsleistungen untersucht. Mehr als 40 Prozent der gut 300 untersuchten Kommunen bietet keine der fünf Leistungen online an. Der Durchschnitt liegt bei 0,9 von 5 vollständig online umgesetzten Dienstleistungen und damit nur 0,1 Punkte über dem Wert von 2017. 

Mit rund 37 Prozent ist die Gewerbeanmeldung erneut am häufigsten online möglich, gefolgt von der Melderegisterauskunft mit 31 Prozent. KFZ-Anmeldung (15 Prozent), Bauantrag (10 Prozent) und Wohngeldantrag (unter 5 Prozent) sind hingegen weit abgeschlagen. Im Ländervergleich liegen die Stadtstaaten Hamburg und Berlin deutlich vorn, dahinter folgen Nordrhein-Westfalen und Bremen, sowie Brandenburg. In den Flächenstaaten tragen – wie schon vor zwei Jahren – auch kleine und mittelgroße Kommunen zum Erfolg bei. 


https://www.oeffentliche-it.de/documents/10181/14412/Deutschland-Index+der+Digitalisierung+2019

Goldgräberstimmung im Innovationsbereich

Eine besonders starke Zunahme lässt sich bei der öffentlichen Forschungsförderung im Digitalisierungsbereich feststellen. Im Vergleich zu 2017 hat sich diese mehr als verdreifacht. Selbst wenn einige Großprojekte mit längeren Laufzeiten außer Acht gelassen werden, ist die Steigerung mit fast einer Verdoppelung der Summen enorm. Digitalen Innovationen als Wirtschafts- und Teilhabefaktor werden damit eine höhere politische Priorität eingeräumt als noch vor zwei Jahren. Im Bereich Wirtschaft und Forschung insgesamt liegen Berlin und Sachsen an der Spitze, gefolgt von Bremen, Hamburg und dem Saarland.


FAZIT

Bürgerbegeisterung sieht anders aus. Dinge, die wir im Alltag/Wirtschaftsleben als normal erleben und als neuen Standard definieren (wie z.B. Erreichbarkeit und Kommunikation über digitale Medien 24 Stunden/365 Tage), lassen im kommunalen Bereich weiter auf sich warten. Ohne technische Unterstützung wird es für Beschäftigte in den Kommune schwierig, den Wünschen der Bürger nach Schnelligkeit und Transparenz gerecht zu werden. Frust auf beiden Seiten ist vorprogrammiert.

Download 
Deutschland-Index der Digitalisierung 2019
Zur Online-Version  Deutschland-Index


ÖFIT – Denkfabrik für Fragen der öffentlichen IT
Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) versteht sich als Ansprechpartner und Denkfabrik für Fragen der öffentlichen IT, mit besonderem Augenmerk auf gesellschaftlichen Trends und den sich daraus ergebenden Handlungsfeldern. ÖFIT bedient alle aktuellen digital-politischen und digital-gesellschaftlichen Themen und ermöglicht so eine vorausschauende Gestaltung der Gesellschaft in Zeiten der Digitalisierung heute, morgen und übermorgen. ÖFIT wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert.


Anhand von rund 90 Kennzahlen aus den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft wird im Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 die Digitalisierung auf Länderebene dargestellt. Neben frei zugänglichen Statistiken wurden hierfür erneut über 300 kommunale Webportale untersucht. Dadurch wurden erstmalig auch zeitliche Vergleiche möglich. 


Fraunhofer FOKUS
Fraunhofer FOKUS erforscht die Digitale Vernetzung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie. Seit 1988 unterstützt es Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltung in der Gestaltung und Umsetzung des digitalen Wandels. Dazu bietet Fraunhofer FOKUS Forschungsleistungen von der Anforderungsanalyse über Beratung, Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung bis hin zu Prototypen und Piloten in den Geschäftsbereichen Digital Public Services, Future Applications and Media, Quality Engineering, Smart Mobility, Software-based Networks, Vernetzte Sicherheit, Visual Computing und Analytics an. Mit rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin und einem jährlichen Budget von 30 Millionen Euro ist Fraunhofer FOKUS das größte IKT-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft. Es erwirtschaftet rund 70 Prozent seines Budgets aus Aufträgen der Industrie und der öffentlichen Hand.





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Mittwoch, 13. Februar 2019

Veranstaltungshinweis: Workshop Reihe im Rahmen des Projektes "FührDIv"



Im Rahmen des Projekts „FührDiv“ werden die Selbstbewertungschecks der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) für den öffentlichen Bereich weiterentwickelt. Mit Blick auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen des digitalisierten öffentlichen Dienstes sind nicht nur inhaltliche, sondern auch strukturelle Veränderungen nötig.

Zur Identifikation der konkreten Anforderungen und Weiterentwicklung der INQA-Checks ist folgende Workshop Reihe geplant, zu der wir Sie herzlich einladen:

14. März 2019 – Workshop zum Handlungsfeld Wissen & Kompetenz
18. März 2019 – Workshop zum Handlungsfeld Gesundheit
11. April 2019 – Workshop zum Handlungsfeld Führung
03. Mai 2019 – Workshop zum Handlungsfeld Chancengleichheit & Diversity

Uhrzeit: 11-15 Uhr
Veranstaltungsort: Essen

Hier können Sie sich zu einer oder mehreren Veranstaltungen anmelden.
Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist.  Anmeldung ist daher erforderlich.

Das Programm mit weiteren Informationen:

Impulse aus der Praxis für die Praxis



#FührDiv #Führung #Wissen #Kompetenz #Gesundheit #Chancengleichheit #Diversity #INQA #ZukunftderArbeitinderKV #CEBU #DEx

Mittwoch, 23. Januar 2019

D21 - Digital Index 2018/2019 - Jährlicher Lagebericht der digitalen Gesellschaft


Die von Kantar TNS durchgeführte Studie D21-Digital Index liefert jährlich ein umfassendes Lagebild zur Digitalen Gesellschaft in Deutschland. Sie misst den Digitalisierungsgrad der deutschen Bevölkerung und zeigt, wie die Menschen den technologischen Fortschritt in ihrem Privat- und Berufsleben adaptieren.

Zusammen  mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellte die Initiative D21  ihre Studie „D21-Digital-Index 2018 / 2019“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vor.

Die zentralen Ergebnisse:

  • Digitalisierungsgrad steigt auf 55 von 100 Punkten
  • Kompetenzen nehmen zu: Mehr Digitale Vorreiter und Mithaltende, weniger Menschen im digitalen Abseits als 2017
  • 84 Prozent der deutschen Bevölkerung online, große Zuwächse bei über 60-Jährigen
  • Chancen des mobilen Arbeitens bleiben ungenutzt
  • Digitale Gesundheitsanwendungen und Smart Home noch nicht verbreitet, aber Offenheit teilweise vorhanden
Zentrale Ergebnisse Digital Index 2018-2018 

„Digitalisierung ist der Megatrend des 21. Jahrhunderts. Durch digitale Prozesse, Produkte und Angebote prägen Unternehmen den technologischen Fortschritt und tragen maßgeblich zu Wohlstand und Wachstum in Deutschland bei“, so Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

 „Es ist auch wichtig, die gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung im Blick zu haben. Der D21-Digital-Index bietet hierzu jährlich ein wertvolles Lagebild. Der diesjährige Index zeigt beispielsweise, dass es für immer mehr Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich ist, das Internet zu nutzen. Das ist eine gute Nachricht, denn die Digitalisierung ist nur dann erfolgreich, wenn auch alle von ihr profitieren.“

DIGITALISIERUNG IN DER MITTE DER GESELLSCHAFT ANGEKOMMEN

 
Auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten hat die deutsche Gesellschaft einen mittleren Indexwert von 55 Punkten erreicht. Der Digital-Index steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um 2 Punkte. Grund für den Zuwachs sind Steigerungen beim Zugang (+6 Punkte) und in der Kompetenz (+2 Punkte). Das Nutzungsverhalten nimmt leicht ab (-1 Punkt), die Offenheit gegenüber digitalen Themen bleibt gleich.


84 Prozent der deutschen Bevölkerung sind online.
Das ist ein Zuwachs von drei Prozentpunkten. Dieser stammt insbesondere von der zunehmenden Verbreitung des mobilen Internets, das inzwischen 68 Prozent der Bevölkerung nutzen (+4 Prozentpunkte). 


Den größten Zuwachs – und damit entscheidenden Anteil an den Steigerungen – verzeichnen die älteren Generationen: 79 Prozent der 60 bis 69-Jährigen und mittlerweile 45 Prozent der über 70-Jährigen sind online.

WENIGER MENSCHEN IM DIGITALEN ABSEITS

Der D21-Digital-Index teilt die Bevölkerung in verschiedene Nutzergruppen und -typen mit spezifischen Merkmalen ein. Dabei ist im Vergleich zu den Vorjahren eine Verschiebung hin zu den digitaleren Gruppen zu beobachten:


  • Die Gruppe der Digital Abseitsstehenden schrumpft um vier Prozentpunkte auf 21 Prozent und umfasst damit noch ca. 13 Millionen Menschen 
  • Die größte Gruppe sind nach wie vor Digital Mithaltende mit 42 Prozent (+1 Prozentpunkt), dies entspricht etwa 27 Millionen Menschen 
  • Den größten Zuwachs verzeichnet die Gruppe der Digitalen Vorreiter, zu denen nun 37 Prozent der deutschen Bevölkerung zählen (+3 Prozentpunkte). Diese Gruppe geht sehr offen und souverän mit den Anforderungen sowie den Errungenschaften der Digitalisierung um

Nutzergruppen Digital Index 2018/2019

Betrachtet man den Digitalisierungsgrad im Zusammenhang mit verschiedenen sozioökonomischen Faktoren, wird deutlich, in welchen Bereichen digitale Spaltung stattfindet:

  • Auch wenn Teile der älteren Generationen aufholen, sind nach wie vor die jüngeren Generationen digital weitaus aktiver 
  • Höher Gebildete haben im Schnitt einen deutlich höheren Digitalisierungsgrad als Menschen mit niedriger formaler Bildung
  • Ebenso führt Berufstätigkeit generell, insbesondere aber Schreibtischtätigkeit, zu mehr Berührungspunkten und Erfahrungen mit digitalen Technologien und Anwendungen und damit zu einem höheren Digital-Index
  • Die meisten Menschen bringen sich digitale Kompetenzen selbst bei durch Ausprobieren (58 Prozent) oder holen sich Hilfe bei Bekannten. Knapp jeder Fünfte bildet sich digital gar nicht fort (19 Prozent)

„Immer mehr Bürgerinnen und Bürger gehen souverän mit der Digitalisierung um und sind offen für den technischen Fortschritt, das ist eine positive Entwicklung“, so Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21. „Doch die Grundlagen sind unterschiedlich verteilt. Es müssen mehr Anreize geschaffen werden, dass die Digitalisierung nicht an den Menschen mit niedrigerem Bildungsstand und an den ländlichen Regionen vorbeigeht. Die Antwort kann nur sein, noch stärker in die Köpfe der Menschen zu investieren – dies muss vor allem in den Schulen beginnen und sich konsequent im Berufsleben fortsetzen. Hier sind vor allem Politik, aber auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gefragt.“


DIE BERUFSWELT WIRD DIGITALER, DOCH FLEXIBLES UND MOBILES ARBEITEN BLEIBT DIE AUSNAHME

Knapp die Hälfte der Berufstätigen geht davon aus, dass sich ihr Beruf in der näheren Zukunft spürbar durch die Digitalisierung verändern wird. 38 Prozent sehen darin Chancen für neue Jobentwicklungen in ihrem Arbeitsumfeld. 41 Prozent fühlen sich durch die Digitalisierung aber auch einem ständigen Lern- und Anpassungsdruck ausgesetzt. Denn lebenslanges Lernen bildet die Voraussetzung für beruflichen Erfolg, das sehen 84 Prozent der Berufstätigen so.

Für die Hälfte der Berufstätigen bedeutet zeitlich und räumlich flexibles Arbeiten eine Steigerung ihrer eigenen Lebensqualität. Doch mobiles Arbeiten bleibt bislang die Ausnahme: Nur 16 Prozent arbeiten nach eigenen Angaben gelegentlich orts- oder zeitunabhängig. Bei einem Viertel davon schafft das Unternehmen nicht die notwendigen Voraussetzungen. Ein weiteres Viertel gibt an, kein Interesse daran zu haben. Für mehr als die Hälfte ist flexibles Arbeiten im eigenen Tätigkeitsfeld generell nicht möglich.



Digital Index 2018/2019


NOCH GERINGE ERFAHRUNG MIT E-HEALTH UND SMART HOME, ABER OFFENHEIT TENDENZIELL VORHANDEN

Nur eine kleine Minderheit der deutschen Bevölkerung sammelte bereits persönlich Erfahrungen mit E-Health- oder Smart-Home-Anwendungen. Am meisten verbreitet sind digitale Gesundheitsanwendungen, die bislang zwölf Prozent genutzt haben. Halb so viele Menschen verfügen über persönliche Erfahrungen mit intelligenten Haushaltsgeräten oder -robotern. Damit bleiben Smart-Home- und E-Health-Anwendungen bislang Nischenprodukte für Technik-Begeisterte.

Unabhängig von der tatsächlichen Nutzung ist aber eine gewisse Offenheit gegenüber dieser Technik vorhanden: Jeder Dritte kann sich die zukünftige Nutzung von Haushaltsrobotern, mit dem Internet verbundenen Überwachungskameras oder per App steuerbarer Licht- und Heizungsanlagen vorstellen.

Die gesundheitlichen Folgen der Digitalisierung schätzen mehr Menschen positiv als negativ ein, sowohl für sich selbst als auch für die Gesellschaft insgesamt. Die Mehrheit sieht die Auswirkungen jedoch neutral. Mit Blick in die Zukunft sind die Menschen in Deutschland optimistisch: Sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene glauben sie, dass die Digitalisierung in 15 Jahren positivere gesundheitliche Auswirkungen haben wird, als sie diese momentan empfinden.


DIGITALES STADT-LAND-GEFÄLLE

Die Studie zeigt deutliche Unterschiede im Digitalisierungsgrad der Bevölkerung in (groß-)städtischen im Vergleich zu ländlichen Regionen: 


  • Die Großstadtbevölkerung hat mit 58 Indexpunkten einen um fünf Punkte höheren Digital-Index als die Landbevölkerung. 
  • Menschen in der Großstadt nutzen das Internet länger, vielfältiger und häufiger. 
  • Die Kompetenzen sind höher und die Offenheit ist deutlich größer. 
Gründe dafür sind unter anderem eine jüngere Bevölkerung in den Städten, ein durchschnittlich höherer Bildungsgrad und mehr (Vollzeit-)Erwerbstätige als im ländlichen Raum. Unterschiede beim Zugang zum Internet zeigen sich hingegen kaum.
Insbesondere der Anteil beruflicher Internetnutzerinnen und -nutzer ist in den Großstädten deutlich höher. Zudem werden die Vorteile an Flexibilität und räumlicher Unabhängigkeit durch Telearbeit, Homeoffice oder mobiles Arbeiten, die in der ländlichen Region stärker greifen könnten, mehr in den Großstädten realisiert.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass die Digitalisierung in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und die Erwartungshaltung der Menschen hinsichtlich digitaler Angebote des Staates weiter wächst und Kommunen zum Handeln auffordert.


Weitere Informationen:
Zur Studie D21-Digital-Index 2018 / 2019
Studien-Grafiken (freie Lizenz)


Über die Studie:
Der D21-Digital-Index ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von Kantar TNS. Sie erfasst die deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren. Mittels persönlich-mündlicher Befragung, sog. „face-to-face“-Erhebung (CAPI = computergestütztes persönliches Interview) wurden 20.406 Interviews in Deutschland durchgeführt, davon 2.052 mit vertiefenden Fragen.

Das Studienprojekt ist gemeinschaftlich finanziert über eine Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie durch Sponsoring.

Premiumpartner: Allianz Deutschland AG, BARMER, Fujitsu Technology Solutions GmbH, Landesanstalt für Medien NRW, Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Partner: Bertelsmann Stiftung, CHG-MERIDIAN AG, Ericsson GmbH, Microsoft Deutschland GmbH
Unterstützer: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V., Capgemini Deutschland, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V., PwC Strategy&(Germany) GmbH, Ricoh Deutschland GmbH.

Quelle: Pressemeldung Initiative21


#D21 #DigitalIndex #DemografieCircle #CEBU #DEx #DemografieExpertenVerein

Freitag, 11. Januar 2019

Digitalisierung bleibt 2019 das Top Thema: Monitor Digitale Verwaltung



Seit Jahren liegt Deutschland bei der Digitalisierung der Verwaltung im internationalen Vergleich nur im hinteren Mittelfeld. Bürger und Wirtschaft erwarten aber einfache digitale Verwaltungsangebote, bei denen sie ihre Daten nur einmal angeben müssen (Once-Only-Prinzip). Davon sind wir aber leider immer noch weit entfernt. Fragen wie Nutzerfreundlichkeit von Gesetzen, die flächendeckende Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes oder die Frage, ob wir tatsächlich so viele Schriftformerfordernisse brauchen, müssen nicht nur diskutiert, sondern entschieden und umgesetzt werden. 

Das kann nur gelingen, wenn Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung auf allen staatlichen Ebenen zur Chefsache werden – und zu einem TOP bei jeder Konferenz von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten. Wir brauchen einen Digitalpakt von Bund, Ländern und Kommunen, der alle mitnimmt und überall mit ausreichend Budget und Personal unterlegt ist. Nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung können wir Boden gut machen, erklärt Dr. Ludewig.

Monitor Digitale Verwaltung


Für den Normenkontrollrat (NKR) ist die Digitalisierung der Verwaltung ein strategisches Schlüsselthema. Nicht nur, um Bürokratie abzubauen, sondern auch um die Handlungsfähigkeit und Zukunftsfestigkeit von Staat und Verwaltung langfristig sicherzustellen und Deutschland international wettbewerbsfähig zu halten.

Viele Jahre ist auf dem Feld der Verwaltungsdigitalisierung zu wenig passiert und auch heute noch ist nicht gesichert ist, dass die politischen Ankündigungen und aufgelegten Programme erfolgreich umgesetzt werden. Deshalb verfolgt der NKR die Aktivitäten in Bund, Ländern und Kommunen sehr genau und versucht mit Gutachten, Berichten und Redebeiträgen die Entwicklung zu begleiten. 

Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung des Monitors Digitale Verwaltung:



Die Zuständigkeiten im Hinblick auf die Digitalisierung sind in Deutschland wie folgt geregelt:


Überblick über Zuständigkeiten bei der Digitalisierung der Verwaltung "Was nun?"

Ein Blick auf diese "Wimmel"-Grafik macht die Komplexität deutlich. So verwundert es auch kaum, das der NKR im Monitor die Koordinierung der Digitalisierung] "angesichts der komplexen Abstimmungs- und Umsetzungsstrukturen als nicht einfach" beschreibt.

Übersicht des Umsetzungsstands der Verwaltungsdigitalisierung auf Basis der Empfehlungen des NKR-Gutachtens „E-Government in Deutschland: Wie der Aufstieg gelingen kann“


 Neue Qualität der föderalen Zusammenarbeit


Es gibt noch viel zu tun. Wir sind gespannt, was 2019 diesbezüglich passiert.





Das könnte Sie auch noch von Interesse sein:
Jahresbericht 2018 des Normenkontrollrats: Deutschland: weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung, bessere Gesetze Einfach machen! 
Staat 4.0 - Verwaltung hinkt Bürgerwünschen hinterher



Quelle: 
Pressemeldung NKR


#MonitorDigitaleVerwaltung #Digitalisierung #Verwaltung #Normenkontrollrat

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Wir sagen Danke - für ein aufregendes 2018!


Eins, zwei, drei im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit. (Wilhelm Busch)

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Wir freuen uns auf diese Zeit, vor allem auf eine Auszeit. Denn Zeit, das schönste Geschenk, gerät gerade  in diesen Tagen und Wochen immer mehr in Vergessenheit.

Ein anstrengendes Jahr neigt sich dem Ende und wir sagen allen, die mit uns zusammen gearbeitet haben, die unsere Veranstaltungen besucht haben, herzlichen Dank für Ihr Interesse und Vertrauen. Wir freuen uns auf viel spannende Aufgaben und Projekte in 2019.

Beschenken Sie sich und andere mit Zeit.
Zeit für sich, Zeit für gemeinsame Unternehmungen, Zeit um die Akkus aufzuladen, Zeit einfach mal nichts zu tun oder Zeit um einmal über den Tellerrand zu schauen..


Wir wünschen Ihnen ein besinnliches, schönes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!





PS:  Die Impressionen der Zukunft der Arbeit in der Kommunalverwaltung,
        20.11.2018 in Köln finden Sie HIER.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Staat 4.0 - Verwaltung hinkt Bürgerwünschen hinterher

Wunsch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Das zeigen die Ergebnisses einer Umfrage, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom gemacht wurde. Danach wünscht sich die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine digitale Verwaltung und würde Online-Verwaltungsangebote gerne nutzen.

Mit seiner Umfrage greift Bitkom ein Thema auf, das auch der Nationale Normenkontrollrat (NKR) in den letzten Jahren zu einem seiner Schwerpunktthemen gemacht hat. Als unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung und oberster Bürokratiewächter hat der NKR hierzu drei Gutachten vorgelegt und die Bundesregierung wiederholt zum Handeln aufgefordert.

Der Umfrage zufolge haben vor allem digitale Bürgerdienste für Familien großes Potenzial. So wünschen sich jeweils sechs von zehn Bürgern, dass das Kindergeld (62 Prozent) sowie der Kitaplatz (61 Prozent) auch online beantragt werden können. Auch die Anträge auf Elterngeld wollen vier von zehn Befragten (41 Prozent) gerne online stellen. 



Ähnliches gilt für Urkunden, wie etwa die Geburtsurkunde (33 Prozent). Befragt nach weiteren Bürgerdiensten, die digital angeboten werden sollten, geben 83 Prozent an, dass sie Mängel wie Schlaglöcher gern online melden würden. 74 Prozent wollen via Internet ihren Wohnsitz an- bzw. ummelden. 

Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) würde gerne online ein Führungszeugnis beantragen können. Auch für Bürgerdienste wie die KFZ-Zulassung (48 Prozent) oder die Beantragung des Personalausweises (45 Prozent) möchten viele Bundesbürger nicht mehr extra aufs Amt. 

„Ausnahmslos alle politisch Verantwortlichen müssen hier aktiver werden: Regierungen in Bund und Ländern, Verwaltungen in Bezirken und Gemeinden, Behördenleiter und öffentliche Unternehmen. Das Anstehen auf dem Amt und aufwändiger Papierkram bei der Beantragung von Dokumenten und Sozialleistungen kosten wertvolle Zeit und machen unser Leben unnötig kompliziert. Im Digitalen Staat erledigen wir Behördengänge schnell im Netz und bequem vom Wohnzimmer aus“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

An Online-Verwaltungsdienstleistungen schätzen die Bürger vor allem die Transparenz. So stimmen acht von zehn Befragten (79 Prozent) der Aussage zu, dass es während der Bearbeitung von Anträgen möglich sein sollte, den aktuellen Stand und die voraussichtliche Dauer der Bearbeitung jederzeit online einsehen zu können. Diese Erwartung existiert inzwischen quer durch alle Altersklassen. So sagen 83 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, 86 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 84 Prozent der 50- bis 64-Jährigen, dass dies möglich sein sollte. Selbst bei der Generation 65 Plus sind es 63 Prozent. 

77 Prozent aller Befragten meinen außerdem, dass Ämter prinzipiell zu lange brauchen, um ihre Anliegen zu bearbeiten. Zwei Drittel (66 Prozent) finden, dass die meisten Behördengänge problemlos auch online erledigt werden könnten. Gut sechs von zehn Befragten sagen, dass es schwierig ist, kurzfristig einen Behördentermin zu bekommen (68 Prozent) und dass die Behörden oft überbelastet wirken (65 Prozent). Lediglich jeder Zweite (51 Prozent) ist der Meinung, dass er bei Behörden schnell und kompetent Auskunft zu seinen Anliegen erhält.

„Deutschland braucht eine echte E-Government-Offensive. Die digitalen Angebote, die es gibt, sind oft nicht bekannt genug oder zu wenig vom Bürger her gedacht und zu umständlich“, sagt Dr. Johannes Ludewig, Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrats. Behörden seien oft noch zu unbeweglich, zu wenig innovativ und zu wenig kundenorientiert. „Die Verwaltung setzt noch viel zu selten auf die Möglichkeit, Behördengänge online abzuwickeln. Wenn wir es ernst meinen mit den digitalen Bürgerdiensten, dann müssen wir das Tempo hier jetzt deutlich erhöhen.“

Aber selbst da, wo ein digitales Angebot vergleichsweise einfach einzurichten wäre, der Datenaustausch also grundsätzlich technisch möglich ist, scheitert dieser oft. Der Grund sind häufig Datenschutzbedenken auf Seiten der Bürger. 

„Mit Hilfe des Internet können Behördengänge in vielen Fällen deutlich unkomplizierter und schneller erledigt werden als mit einem persönlichen Erscheinen auf dem Amt“, sagt Rohleder. „So wichtig Datenschutz in der digitalen Welt ist: Bürger sollten die Möglichkeiten, die ihnen eine digitale und vernetzte Verwaltung bietet, erkennen.“ Ludewig: „Wir erleben hier einen seltsamen Widerspruch zwischen dem, wie Bürger mit ihren persönlichen Daten in privaten und sozialen Netzwerken umgehen, und ihrer Bereitschaft, der Verwaltung Daten zu überlassen, um Verwaltungsprozesse zu beschleunigen.“ 

Das Ziel, bestimmte Daten nur einmal der Verwaltung übermitteln zu müssen, könne aber nur erreicht werden, wenn ein entsprechendes Vertrauen in die Behörden entsteht. „Die bestehenden öffentlichen Register müssen dafür so organisiert werden, dass der Bürger jederzeit die Hoheit über seine Daten hat, dass er dies auch erkennen kann und dass die Behörden gleichzeitig effizienter zusammenarbeiten können.“

Hinzu kommt, dass oft noch gesetzliche Bestimmungen dem E-Government entgegenstehen, indem zum Beispiel ein unterschriebenes Formular oder persönliches Erscheinen verlangt werden. Während EU-Staaten wie Dänemark weite Teile der Interaktion der öffentlichen Hand mit Bürgern und Unternehmen digital ausgestaltet haben, dominieren in Deutschland immer noch die Schriftform oder der persönliche Kontakt.

„Der Gesetzgeber muss sich gerade im Hinblick auf das Schriftformerfordernis mehr Mühe geben. Bisherige Gesetzesänderungen haben leider nicht den notwendigen Erfolg gebracht. Es gilt, neu zu denken, etwa indem alle Schriftformerfordernisse abgeschafft werden, um sie dann nur dort wieder zu akzeptieren, wo sie nachweislich wirklich erforderlich sind“, so Ludewig. Die staatliche Verwaltung nehme eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der digitalen Transformation in Deutschland ein und müsse daher nun endlich eine spürbare Beschleunigung erfahren. „Die Bürger sowie Unternehmen aus allen Bereichen sind auf einen gut funktionierenden und schnell agierenden digitalen Staat angewiesen. Hier verschenkt Deutschland noch zu viel wichtiges Potenzial“, sagt Ludewig.

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Digitalisierung von Verwaltung und öffentlichen Dienstleistungen: Smart Country Convention
Staat 4.0 – Status Quo, Chancen und Herausforderungen


Donnerstag, 6. Dezember 2018

Buchtipp zum Nikolaus : Agile Verwaltung


Hat der Nikolaus Ihnen heute nichts in den Schuh gesteckt?

Wir haben etwas für Sie. Für alle, die sich intensiver mit dem Thema "Agile Verwaltung", das auch in der Keynote in unserer Veranstaltung "Zukunft der Arbeit in der Kommunalverwaltung" am 20.11.2018 in Köln behandelt wurde, beschäftigen möchten.

Unser Buchtipp heute:










Agile Verwaltung
Wie der Öffentliche Dienst aus der Gegenwart die Zukunft entwickeln kann

Herausgegeben von: Martin Bartonitz, Veronika Lévesque, Thomas Michl, Wolf Steinbrecher, Cornelia Vonhof, Ludger Wagner
Springer-Verlag, 04.11.2018 - 270 Seiten








Das Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil geht es darum, was Agilität in Bezug auf öffentliche Institutionen und ihre Verwaltung bedeutet. im zweiten Teil werden die Leser durch die Vielfalt der Methoden (Scrum, Kanban, visuelle Methoden des Storymappings) und deren Einsatzmöglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung geführt. Im dritten Teil werden Praxis Beispiele aus dem In- und Ausland vorgestellt.


Das Inhaltsverzeichnis des Buchs:
  1. Das agile Manifest – eine Einführung 
  2. Komplexität, VUKA und andere Schlagworte – was verbirgt sich 
  3. dahinter? 
  4. Wozu kann unsere Gesellschaft eine „agile Verwaltung“ brauchen? 
  5. Agilität – die Zukunft der Öffentlichen Verwaltung? 
  6. Kanban: Ursprung, Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Wirkungsweise 
  7. Scrum – in kurzen Iterationen zum Ziel 
  8. Rollen und situative Funktionen agil souverän eingesetzt 
  9. Skalierung – teamübergreifende Abstimmung 
  10. Agile Selbst- und Teamorganisation mit Personal Kanban 
  11. Agile Aufwandschätzungen 
  12. Speed Estimation – viele User Stories in kurzer Zeit schätzen 
  13. Retrospektiven – wir entwickeln uns weiter 
  14. Die User Story – eine agile Form der Aufgabendefinition 
  15. Prozesse beschreiben mit Story Mapping 
  16. Gelungene (agile) Kommunikation mit LEGO® Serious Play® 
  17. Agile Arbeitsformen im nicht-agilen Umfeld 
  18. Bibliotheken und Agilität – Welten begegnen sich? 
  19. eGovernment: Die digita(gi)le Zukunftsakte 
  20. Agile Organisationsentwicklung mit Scrum 
  21. Agilisierung einer kommunalen Verwaltung – das Beispiel Ängelholm (Schweden) 
  22. Agile Pflege bei Buurtzorg 
  23. Agiles Studieren 
  24. Faust, Café Z, das Prinzip Kaktus und die Sache mit dem agil lernen 

Weitere Informationen sowie eine Leseprobe einzelner Kapitel finden Sie auf der Seite des Verlags oder auf Amazon.

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