Dienstag, 21. Januar 2020

21 Projekte für den Deutschen Demografie Preis nominiert

Unternehmen und Kommunen planen für die Zukunft

Insgesamt 21 Projekte aus Unternehmen, Kommunen und Netzwerken sind für den Deutschen Demografie Preis 2020 nominiert. Das gaben Das Demographie Netzwerk ddn e.V. und die Initiatoren des Preises am 16.01.2020 in Dortmund bekannt.
Der Deutsche Demografie Preis wird in diesem Jahr erstmal vergeben. Träger ist Das Demographie Netzwerk ddn e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG, der ING Bank, dem ZEIT-Verlag und dem Beratungsunternehmen EY als Initiatoren. Als weitere Partner unterstützen die BAHN-BKK, der Internationale Bund (IB) und das Sozialforschungsunternehmen Nextpractice den Preis.
Der Preis, der in 7 verschiedenen Inhaltskategorien vergeben wird, will Projekte hervorheben, die den demografischen Wandel als Chance begreifen und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und erweitern. "Die Vorauswahl war kniffelig und oft knapp", berichtet Martina Schmeink, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ddn e.V. "Wir hatten rund 120 Projekte, die alle von großem Engagement und sehr viel Herzblut geprägt waren. Vor diesem Hintergrund ist eine Nominierung eigentlich schon ein kleiner Preis für sich", so Schmeink.
Über die finalen Preisträger entscheidet eine interdisziplinäre Jury aus unabhängigen Expertinnen und Experten in den nächsten Wochen. Der Deutsche Demografie Preis wird dann am 18. März im Rahmen einer festlichen Gala in der Kulturbrauerei in Berlin verliehen. Die Preisverleihung bildet den Abschluss der Fachkonferenz "Future Festival", bei der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Unternehmen, Kommunen und Verbänden unter dem Stichwort "Co-Creation" ihre Erfahrungen und Erfolgsrezepte im Umgang mit dem demografischen Wandel austauschen.
Anmeldungen Zur Fachkonferenz "Future Festival" sowie zur Gala mit Preisverleihung sind online möglich: https://deutscher-demografie-preis.de/die-konferenz/
Die Nominierten Projekte im Einzelnen:
Kategorie "Chancen der Digitalisierung"
TRUMPF GmbH + Co. KG
VASE -Virtual and Analytics Service im Maschinen- und Anlagenbau
Das Projekt zielt darauf ab, die Virtual Reality (VR-)Technologie mit der Erfassung und Auswertung von Maschinendaten (Service Analytics) in einem innovativen Prozess zu verbinden. Das Thema Generationen- und Wissensmanagement wird dabei nachhaltig unterstützt.
St. Augustinus Gruppe
Website Relaunch des Verbunds
Oberstes Ziel unseres Projekts war und ist eine starke Vernetzung unserer Verbundseiten. Durch die neue Website sollen Synergien unserer 85 Standorte intelligent genutzt werden. Dafür wurde eine branchenprägende selbstlernende Live-Suchmaschine entwickelt, die 24/7 Ergebnisse liefert.
ioxp GmbH
Cognitive AR - Wissen einfach weitergeben
Die Deutschen werden älter. Damit einhergehend steigt das Risiko, dass Wissen und Know How aus Arbeitsgruppen und Teams verloren geht. Zeitgleich bringen I4.0 Produktionen ein hohes Maß an neue Anforderungen für die Werker mit. Diese Probleme löst ioxp mit einer Augmented Reality Wissensdatenbank.
Kategorie "Vorbildlich bei Gesundheit"
thyssenkrupp Rasselstein GmbH
Implementierung eines werksweiten Logistik-Routenzugs unter Einsatz leistungsgewandelter Mitarbeiter
Jährlich wachsen unserem Unternehmen ca. 5-10 Leistungsgewandelte zu. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der produktive Einsatz von leistungsgewandelten Mitarbeitern eine immer stärkere Herausforderung. Schaffung von 6 neuen Arbeitsplätzen für leistungsgewandelte oder schwerbehinderte Mitarbeiter.
Odenwald-Allianz
In jedem Alter gesünder
Bürgerbeteiligung, Bedarfsgerechte Gesundheitsprojekte, Angebotsoptimierung krankheitsvorbeugender Maßnahmen mit Hilfe von Bevölkerungsbefragung und Experteninterviews.
SAP SE
SAP for You - Nachhaltige Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter durch:
   - Stressreduktion durch Angebote zu Achtsamkeit und Wohlbefinden
   - Mitarbeiter erkennen Warnsignale rechtzeitig 
Kategorie "New Work, zum Leben erweckt
Deutsche Kreditbank AG, Bereich HR
"FlexWork": wir schaffen Raum für flexibles Arbeiten
Traditionelle Rollenbilder weichen zu Gunsten individueller Lebensentwürfe, die nach Vereinbarkeit von "Work" und "Life" verlangen. FlexWork hat das Arbeitsergebnis im Fokus und ermöglicht (Zusammen-)Arbeit über physische Bürogrenzen hinweg: das fördert Eigenverantwortung und die Vertrauenskultur.
Deutscher Ärztinnenbund e.V.
"Mutterschutz für Frauen in Gesundheitsberufen"
Ziel ist die Erhöhung beruflicher Chancengleichheit von Frauen in Gesundheitsberufen, v.a. von Ärztinnen, speziell Chirurginnen. Schwangerschaft soll nicht wie bisher zu pauschalen Beschäftigungsverboten führen, einschlägige Gesetze sollen frauengerechter und demografieadäquater ausgelegt werden.
Atlas Copco IAS GmbH
Unternehmen im digitalen Zeitalter - Lean Management trifft auf New Work
Der Begriff "New Work" ist in aller Munde - doch was bedeutet das tatsächlich für Organisationen? Obstkorb und Tischkicker reichen nicht. Ziel des Projekts ist daher die Zusammenstellung verschiedenster "Unternehmensreisen" aus der Praxis, die Impulse für die eigene Transformation liefern sollen.
Kategorie "Lernen, ein Leben lang"
WBS TRAINING AG
Future Club
Durch Anwendung von Ermöglichungsdidaktik vermittelt der Future Club 3D Methoden für das Lebenslange Lernen in einer interaktiven Online-Lernumgebung. Während Projektphasen arbeiten die Teilnehmenden eigenverantwortlich mit Lerncoaches in Echtzeit an Projekten zum Thema Nachhaltigkeit.
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Generationsübergreifendes Lernen
Voneinander Lernen und profitieren über Generationen hinweg, Abbau von Vorurteilen, Stärken orientierte Ausrichtung /Lernarrangements. Stärkere Vernetzung im Betrieb. An 10 Samstagen wurden gemeinsam Jugendausbildung (16-22 Jahre) mit der Weiterbildung (28-52 Jahre) in Stationen ausgebildet.
seniorTrainerInnen Hamburg
Neue Wege im Ruhestand
Ziel ist, Berufstätige ca. 3 Jahre vor ihrem Eintritt in den Ruhestand zu Überlegungen anzuregen, was der Ruhestand für sie bedeuten wird und welche Gestaltungsmöglichkeiten er bietet. Wir nennen freiwilliges Engagement als eine Möglichkeit, geben Überblicke über die Vielfalt und nennen Zugangswege
Kategorie "Diversity, praktisch umgesetzt"
SWANS Initiative
Die SWANS Initiative setzt sich ehrenamtlich dafür ein, dass Studentinnen mit Zuwanderungsgeschichte und Women of Color die Jobs bekommen, die sie sich verdient und erarbeitet haben. Bei uns erhalten sie Schulungen zum Berufseinstieg und eine Plattform, um sich auszutauschen.
habito e.V.
Kinderhotel im Mehrgenerationenhaus
Wir wollen Familien entlasten & die Vereinbarkeit von Familie & Beruf ermöglichen. Besonders für geflohene Familien, Alleinerziehende & einkommensschwache Familien stellt dieses Angebot einen sozialen Mehrwert dar. Das "Betreuungsloch" von Kindern in den Abendstunden in Heidelberg wird geschlossen.
Robert Bosch GmbH
Unconscious Bias - Unbewusste Denkmuster - Workshops und Seminare weltweit
Unconscious Bias (UB) beeinflussen Verstand und Handeln jedes Menschen. Sie sind für die Entstehung von Schubladendenken, Stereotypen und Klischees mitverantwortlich. Mit unserem Angebot sensibilisieren wir für vorurteilsfreie Haltung hinsichtlich automatisch ablaufender Denk- und Handelsmuster.
Kategorie "Kommunen, attraktiv gestaltet"
Projektfabrik gGmbH
FREDERICK Wilhelmshaven
FREDERICK Wilhelmshaven bietet Langzeitarbeitslosen, die auf dem 1. Arbeitsmarkt keinen Platz finden, ein sinnstiftendes Betätigungsfeld. Als Ensemble erarbeiten sie Bühnenprogramme, die in Kooperation mit sozialen Einrichtungen und/oder im öffentlichen Raum zur Aufführung kommen.
Wabe gGmbH
Die Wabe - ein gesamtgesellschaftliches Netzwerkidee
Vermeidung, Überwindung von Arbeitslosigkeit, Armutsbekämpfung und soziale Teilhabe als gesamtgesellschaftliche Herausforderung.
Für die WABE gGmbH steht die Vorbereitung und Integration von Menschen ohne Erwerbsarbeit auf den regulären Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Mittelpunkt ihrer Bemühungen.
Stadt Langelsheim - Gemeinde Liebenburg - Samtgemeinde Lutter am Barenberge
LaLiLu - Interkommunale Zusammenarbeit im Präventionsmodell des Braunschweigischen Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes (BS GUV) Komplexer werdende Aufgaben bei geringer werdenden Personalressourcen bewältigen
Im Wettbewerb als Arbeitgeber attraktiv und handlungsfähig bleiben Gesunderhaltung der Beschäftigten und gute Arbeitsbedingungen als Grundvoraussetzung für auch zukünftig ausreichend gutes und motiviertes Personal
Kategorie "Integration, die gelingt"
cultura mobile e.V.
Du bist nicht allein - Integration ist keine Einbahnstraße
Einsamkeit und Isolation im Alter und lebendige Integration wurden auf besondere Weise in Angriff genommen, um im Verknüpfen der Probleme für beides Lösungen zu finden. In den geflüchteten Familien fehlt die ältere, unterstützende Generation. Viele Senior*innen hier fehlt der Kontakt zur Familie.
Social Impact gGmbH
The Human Safety Net for Refugee Start-Ups
Systematische Förderung von Unternehmensgründungen von Menschen mit Flucht-und Migrationshintergrund zur Unterstützung der Integration in unsere Arbeitswelt und Gesellschaft. In den Herkunftsländern ist selbstständige Erwerbsarbeit deutlich weiter verbreitet als in Deutschland, das ist eine Chance!
Caritasverband Düsseldorf e.V.
Bei Anruf... Ausbildung! (Altenpflege)
Wir möchten dem steigenden Fachkräftemangel entgegenwirken, indem wir selbst qualifiziertes Personal ausbilden. Niedrige Bewerbungshürden und individuelle Unterstützung prägen u. a. unser Projekt. Des Weiteren sollen Migranten durch Ausbildung ein solides Fundament in unserer Gesellschaft erhalten.
Sonderpreis "NextPractice"
Bei der Preisverleihung am 18. März 2020 in der Kulturbrauerei in Berlin wird darüber hinaus ein Sonderpreis vergeben, der die überraschendste Idee im Umgang mit dem demografischen Wandel auszeichnet.
Anmeldungen Zur Fachkonferenz "Future Festival" sowie zur Gala mit Preisverleihung sind online möglich: https://deutscher-demografie-preis.de/die-konferenz/

Über Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn):Rund 300 Unternehmen, Organisationen und Personen haben sich im ddn e.V. zusammengeschlossen, um den Herausforderungen des demographischen Wandels in der Wirtschaft vorausschauend begegnen zu können. Unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und mit Unterstützung des Bundesarbeitsministeriums organisiert der ddn den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen und die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis. Mitglieder des ddn engagieren sich in 18 regionalen Netzwerken sowie in 13 Arbeits- und Themenkreisen.

Montag, 30. September 2019

Digitalisierung gemeinsam gestalten - Vormerken: Digitaltag 2020 - 19. Juni 2020

19. Juni 2020 - Digitaltag 2020

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Für die einen geht es zu schnell, die anderen sagen, Deutschland ist im weltweiten Vergleich schon weit abgeschlagen. Wir müssen aufwachen, damit unsere bisher weltweit führenden Industrien wie z.B. Automobil, Maschinenbau in Kürze nicht nur als Werkbänke für die Hightech Unternehmen aus China und Asien dienen. Was für die Wirtschaft gilt, gilt im verstärkten Maße auch für die Verwaltung. 

Die Digitalisierung bietet viele Chancen, aber bislang können längst nicht alle daran teilhaben: Mit der neuen Initiative „Digital für alle“ stellt sich ein breites gesellschaftliches Bündnis dieser Herausforderung. 

Das gemeinsame Ziel lautet, die digitale Teilhabe zu fördern. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Ein bundesweiter Digitaltag soll die Digitalisierung mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten überall in Deutschland erklären, erlebbar machen, Wege zu digitaler Teilhabe aufzeigen und auch Raum für kontroverse Debatten schaffen. 

Erstmals findet der Digitaltag am 19. Juni 2020 statt und soll künftig jährlich durchgeführt werden. Zudem wird im Rahmen des Digitaltags ein Preis für digitales Engagement verliehen. Das teilte die Initiative „Digital für alle“ am Mittwoch in der Bundespressekonferenz in Berlin mit. 

Mit der Initiative „Digital für alle“ wollen 21 Organisationen die digitale Teilhabe in der Gesellschaft fördern. Das Ziel: Niemand soll sich im digitalen Wandel verloren fühlen. Dass diesbezüglich Nachholbedarf besteht, zeigt eine Studie von Bitkom Research.


Digitale Teilhabe für alle fördern

Jede und jeder muss in die Lage versetzt werden, sich souverän und sicher, selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.



Studie zeigt großen Bedarf an digitaler Teilhabe

Laut einer repräsentativen Studie von Bitkom Research stehen in Deutschland etwa 20 Millionen Menschen ab 16 Jahren der Digitalisierung skeptisch bis ablehnend gegenüber. 


Während eine Zwei-Drittel-Mehrheit (68 Prozent) die Digitalisierung grundsätzlich als Chance bezeichnet, sehen drei von zehn (31 Prozent) darin eine Gefahr. Der Einzug digitaler Technologien in alle Lebensbereiche wird zwar von einer großen Mehrheit (81 Prozent) als eher positiv bewertet, aber immerhin jeder Sechste (16 Prozent) sieht diese Entwicklung eher negativ. 



Auf die offene Frage nach spontanen Assoziationen zum Begriff „Digitalisierung“ gaben 27 Prozent der 1.003 Befragten Vorbehalte beziehungsweise Bedenken an, etwa Sorgen um Datensicherheit, Cyber-Kriminalität und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Dem stehen 11 Prozent gegenüber, die Vorteile herausstellen, etwa mehr Komfort im Alltag oder die Ersparnis von Wegen, Zeit und Kosten. Die meisten, nahezu jeder Zweite (46 Prozent), verbinden mit Digitalisierung technische Infrastruktur und Geräte wie Internet und Smartphone oder den Einzug digitaler Technologien in Alltagsgegenstände. 
In einigen Fällen führt das zu dem Wunsch, digitale Technologien so gut wie möglich aus dem Alltag zu verbannen. Jeder Achte (12 Prozent) sagt über sich selbst, die zunehmende Technisierung abzulehnen und neue technische Geräte oder digitale Dienstleistungen nur zu nutzen, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. 
Die Untersuchung zeigt, dass Ältere die Digitalisierung besonders skeptisch sehen. Vier von zehn der Altersgruppe 65 plus (40 Prozent) würden lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben, bei den Jüngeren ist es lediglich jeder Achte (12 Prozent). Eine ausführliche Präsentation ist unter www.digitaltag.eu/studie abrufbar.
Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es unter www.digitaltag.eu.


Partner der Initiative "Digital für alle"


AWO Bundesverband | Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) | Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) | Bitkom | Bundeselternrat | Deutsche Forschungsgemeinschaft | Deutscher Caritasverband | Deutscher Kulturrat | Deutscher LandFrauenverband | Deutscher Landkreistag | Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) | Deutscher Städtetag | Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) | Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) | Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung | Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands | Verband der TÜV (VdTÜV) | Verband kommunaler Unternehmen (VKU) | VOICE – Bundesverband der IT-Anwender | Zentralverband des deutschen Handwerks (ZdH) | Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
Hinweis zur Methodik:
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.003 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die Gesamtgesellschaft.




Video zum Digitaltag 2020



Quelle: Pressemeldung Bitkom

#DigitaleTeilhabe #Digitaltag #Digitaltag2020 #Digitalfüralle #Bitkom #DemografieCircle #DemografieExpertenVerein #CEBU

Freitag, 9. August 2019

Wie ist es um die digitalen Kompetenzen der Bürger in Deutschland bestellt?


Souverän mit den unterschiedlichen digitalen Services und Anwendungen umgehen zu können, ist im Zeitalter der Digitalisierung für alle Generationen eine notwendige Kompetenz. Digital souverän handeln zu können, bedeutet mehr als nur zu wissen, wie man eine App auf sein Smartphone herunterlädt oder Onlinebanking anwendet. Kann ich die Folgen meines eigenen Handelns im Netz richtig einschätzen? Weiß ich mit Aktualisierungen und Neuentwicklungen umzugehen? 

Die repräsentative Bevölkerungsbefragung "Digitale Kompetenzen im Alter" des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Bertelsmann Stiftung ist der Frage nachgegangen, wie sicher sich die Menschen in Deutschland im Internet und beim Umgang mit Smartphone und Co. fühlen. 

Die Ergebnisse


In Sachen digitaler Kompetenzen besteht hoher Handlungsbedarf. Insgesamt fühlen sich 63 Prozent der Befragten eher sicher bis sehr sicher im Umgang mit dem Internet. Differenziert nach Altersgruppen zeigt sich ein anderes Bild: Während 79 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sich eher sicher bis sehr sicher fühlen, gilt das nur für 41 Prozent der 60- bis 69-Jährigen. Und bei den über 70-Jährigen fühlt sich nur jeder Dritte (36 Prozent) eher sicher bis sehr sicher im Umgang mit dem Internet. Das heißt, bei den älteren Generationen besteht Nachholbedarf bei den digitalen Kompetenzen. 




Drei Viertel der Bevölkerung sind auf das Internet angewiesen 

Fragt man die Bevölkerung, wie stark sie bereits heute auf das Internet und den Einsatz digitaler Technologien angewiesen ist, sagen 76 Prozent der Befragten, dass sie bei der Suche nach Informationen eher stark bis sehr stark darauf angewiesen sind. 68 Prozent geben an, dass dies bei der Kommunikation mit Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern der Fall ist. 

Dagegen sind nur 27 Prozent bei behördlichen Angeboten, von denen es online bisher nur eine begrenzte Zahl gibt, eher stark bis sehr stark auf digitale Kanäle angewiesen. Ein Blick in die Zukunft macht deutlich, dass die Bevölkerung von einem starken Bedeutungszuwachs des Internets und digitaler Technologien in vielen Bereichen des täglichen Lebens ausgeht. Während die Werte für die Suche nach Information (78 Prozent) und Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern (74 Prozent) nur moderat steigen, ist der Bedeutungsgewinn im Bereich behördlicher Angelegenheiten (62 Prozent) besonders auffällig. 

Digitale Daseinsvorsorge für die älteren Generationen 

Gerade für die vielen älteren Menschen besteht mit Blick auf die steigende Relevanz dieser Kompetenzen ein besonderer Handlungsdruck: „Auch die ältere Generation benötigt digitale Kompetenzen, um sich im Alltag selbständig zurecht zu finden und möglichst lange autonom in der vertrauten Umgebung zu bleiben“, sagt Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. „Dazu müssen gerade Älteren niedrigschwellige Angebote vermittelt werden, um digitale Kompetenzen zu erwerben. Hier sind auch die Kommunen gefordert, entsprechende Assistenzinfrastrukturen aufzubauen und zu unterstützen.“ 

Das Spektrum möglicher Lösungsansätze zeigt die Studie „Digital souverän? Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben imAlter“: Zum Beispiel die Initiativen „SeniorenNetz des Netzwerks Märkisches Viertel“, die Stadtteilbibliothek Köln-Kalk oder die „Versilberer Partys“ des Vereins „Wege aus der Einsamkeit e.V.“ in Berlin. Diese Möglichkeiten bieten niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Lernangeboten, oder reale Orte um persönliche Erfahrungen auszutauschen. Nur durch das gemeinsame Engagement von Kommunen, Zivilgesellschaft und Bildungsinstitutionen kann die digitale Souveränität der Älteren gestärkt werden. 


Download:
Digital souverän?Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Quelle: Pressemeldung Bertelsmann Stiftung


Zusatzinformationen Die Studie „Digital souverän? 

Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ wurde im Auftrag der Bertelsmann Stiftung vom Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH erstellt. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitaler Souveränität wird ergänzt durch Handlungsempfehlungen und ausgewählte Praxisbeispiele, die mögliche Lösungsansätze beschreiben. Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar im Auftrag der Bertelsmann Stiftung eine repräsentative telefonische Befragung (CATI-Technik, Dual Frame) in der deutschsprachigen Bevölkerung durchgeführt. Befragt wurden rund 1.000 Personen ab 14 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland im Zeitraum vom 26. April 2019 bis zum 03. Mai 2019. 



#Bürger #Digitalisierung #Demografischer Wandel #Studie #BertelsmannStiftung #DemografieCircle #DemografieExpertenVerein #DEx #Daseinsvorsorge #Internet

Montag, 1. Juli 2019

14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung am 27.06.2019 vorgestellt.

Am 27.06.2019 hat das Statistische  Bundesamt die 14. – zwischen den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder – koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung vorgestellt. 

Sie reicht bis zum Jahr 2060 und stellt ein System aus insgesamt 30 Varianten und Modellrechnungen dar. Ihr Kernstück bilden jedoch neun Hauptvarianten (Varianten 1 bis 9). Diese zeigen die Spannbreite der möglichen künftigen Entwicklungen auf und geben Aufschluss über den Einfluss der demografischen Komponenten Geburtenhäufigkeit, Sterblichkeit und Wanderungen auf die Bevölkerungsentwicklung. 

Im Ausgangsjahr 2018 der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung ist die demografische Alterung in Deutschland bereits weit vorangeschritten. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung war 2018 in Deutschland mit 44 Jahren um 5 Jahre höher als im Jahr der deutschen Vereinigung (1990: 39 Jahre). 

Besonders anschaulich zeigen sich die Veränderungen anhand der Alterung der stark besetzten Jahrgänge von 1955 bis 1970, die zur sogenannten Babyboom-Generation gehören (Schaubild 1). 



1990 bildeten sie als 20- bis 35-Jährige die größte Altersgruppe. Das sind sie auch heute noch, sie sind aber in das höhere Erwerbsalter gekommen und werden in den nächsten zwei Jahrzehnten aus dem Erwerbsalter ausscheiden. Die Anzahl der Personen im Alter ab 70 Jahren ist zwischen 1990 und 2018 von 8 auf 13 Millionen gestiegen. Bei den höheren Altersklassen wird deutlich, dass mittlerweile nicht nur Frauen, sondern auch Männer ein höheres Lebensalter erreichen. 

Im Zuge der außergewöhnlich starken Zuwanderung der letzten Jahre kamen zwischen 2014 und 2017 per Saldo insgesamt 2,6 Millionen überwiegend junge Menschen nach Deutschland: 90 % von ihnen waren jünger als 40 Jahre, mehr als ein Drittel sogar jünger als 20 Jahre. Die Nettozuwanderung hat vor allem der Schrumpfung der Bevölkerungszahl entgegengewirkt, die ohne diese Entwicklung aufgrund der negativen natürlichen Bevölkerungsbilanz – die Sterbefälle übersteigen die Geburten – unvermeidlich gewesen wäre. Die Zuwanderung hat aber auch die jungen Jahrgänge gestärkt und zur Verjüngung des Erwerbspersonenpotenzials beigetragen. Auf die Alterung der Gesamtbevölkerung, die vor allem durch das Aufsteigen der Babyboom-Generation ins höhere Alter und die gestiegene Lebenserwartung bestimmt ist, hatte sie dagegen kaum Einfluss.


Verhältnis zwischen junger Bevölkerung, Personen im Erwerbsalter und Personen im Rentenalter wird sich deutlich verschieben

https://twitter.com/destatis 27.06.2019


Die Bevölkerungsvorausberechnungen der amtlichen Statistik sind ein unverzichtbares Instrument zur Erforschung des demografischen Wandels. Sie stützen sich auf Analysen der demografischen Trends und zeigen, wie sich die Bevölkerungszahl und Altersstruktur langfristig entwickeln, wenn sich die Trends fortsetzen beziehungsweise wenn sich davon abweichende Tendenzen durchsetzen würden. 

Das Statistische Bundesamt verfolgt dabei einen klaren empirischen Ansatz und zeigt mehrere Optionen der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung. Die amtlichen Bevölkerungsvorausberechnungen erheben keinen Anspruch, die Zukunft vorherzusagen. Sie helfen zu verstehen, wie sich die Bevölkerungszahl und die Bevölkerungsstruktur unter bestimmten demografischen Voraussetzungen entwickeln würden.

Auch steigende Geburtenhäufigkeit und dauerhaft hohe Nettozuwanderung können Alterung der Gesellschaft nicht verhindern

Als Fazit ist festzuhalten: Die neue 14. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung zeigt im Vergleich zu den früheren Projektionen trotz einer veränderten Ausgangsbasis und einer größeren Spannbreite der getroffenen Annahmen kein völlig anderes Bild der demografischen Zukunft Deutschlands. Sie startet mit einer Bevölkerung, in der die jüngeren Jahrgänge durch die Nettozuwanderung und höhere Geburtenzahlen der letzten Jahre gestärkt sind. Zugleich ist die starke Babyboom-Generation im höheren Erwerbsalter angekommen. Die Zahl der Menschen im Seniorenalter ist bereits deutlich gewachsen. Die zukünftigen Veränderungen fallen deshalb weniger drastisch aus als bei den früheren Rechnungen. Trotzdem zeigt die 14. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, dass auch eine steigende Geburtenhäufigkeit und eine dauerhaft hohe Nettozuwanderung die Alterung lediglich abbremsen und nicht verhindern können. 

Detaillierte Informationen zur 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung finden Sie zum Download hier: Download 






#Demografie #Bevölkerungsvorausberechnung #CEBU 





Dienstag, 25. Juni 2019

Wohnraum - Wo ist er für Durchschnittsverdiener noch bezahlbar?

In den letzten Wochen und Monaten war viel über steigende Mieten zu lesen. Passend zu dieser Thematik heute ein Blick in den Postbank Wohnatlas 2019:

Wie viel vom Einkommen muss im Schnitt für Wohnen – ob zur Miete oder im Eigenheim – auf den Tisch gelegt werden? 

Eine gängige Faustregel besagt, dass Wohnen nicht mehr als 30 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens kosten sollte. Nimmt man diese Grenze als Maßstab, wären 70 Quadratmeter Wohneigentum in 386 von 401 Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland für den durchschnittlichen Haushalt finanzierbar. 

Bei den Mieten liegt die Einkommensbelastung in allen Kreisen und kreisfreien Städten unterhalb der 30-Prozent-Schwelle. Jedoch muss in 112 Regionen für die Miete mehr gezahlt werden, als dies für eine Finanzierung derzeit der Fall wäre. Dies haben die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für den Postbank Wohnatlas 2019 berechnet. 

Sie zeigen in einer Modellrechnung, welcher Anteil am durchschnittlichen, regionalen verfügbaren Haushaltseinkommen im Schnitt für die Finanzierung einer 70-Quadratmeter-Wohnung aufgebracht werden müsste – und wie hoch der entsprechende Anteil für eine durchschnittliche Nettokaltmiete ausfallen würde. Für die Finanzierung einer Immobilie wurde mit einem Zinssatz von 2,45 Prozent, einer Anfangstilgung von 4 Prozent und 20 Prozent Eigenkapital kalkuliert, Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar oder Umbauten wurden nicht einbezogen.

Im Durchschnitt aller Landkreise und kreisfreien Städte zahlen die Bürger 13 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Miete und 15,7 Prozent für die Finanzierung eines Eigenheims.




Wo Wohneigentum an Wert gewinnt - Neben den Metropolen weitere Großstädte im Aufwind
Ein Ende des Preisanstiegs bei Wohnimmobilien ist nicht in Sicht. Das belegt der Postbank Wohnatlas 2019, für den Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) eine Kaufpreisprognose bis 2030 erstellt haben. 

Demnach steigen die Preise vor allem in und um die urbanen Zentren weiter. In mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte können Haus- und Wohnungsbesitzer davon ausgehen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2030 real an Wert gewinnt. Ein Grund für die große Nachfrage am Wohnungsmarkt sind steigende Einwohnerzahlen in und um die Metropolen sowie in Süddeutschland.


Gedränge auf den urbanen Märkten
Preistreiber sind vor allem die demografische sowie die Wirtschafts- und Einkommensentwicklung. Die Anziehungskraft der Metropolen ist ungebrochen: Immer mehr Menschen zieht es zum Arbeiten und Leben in die Städte. Die Nachfrage nach Wohnraum übersteigt vor allem in zentralen Lagen vielerorts das Angebot, was die Preise zusätzlich in die Höhe treibt. "Eigentumswohnungen in den Großstädten sind auch bei Investoren aus dem In- und Ausland gefragt. 
Wohnungskauf in schwächeren Regionen
In den strukturschwachen Regionen mit sinkenden Bevölkerungszahlen drohen bei Immobilien dagegen Wertverluste. Das betrifft überwiegend Regionen in den ostdeutschen Bundesländern und im Ruhrgebiet sowie im Saarland, wie der Postbank Wohnatlas zeigt. "Dennoch müssen Kaufinteressierte ihren Traum vom Eigenheim deshalb nicht gleich begraben. Denn eine negative Preisprognose muss nicht zwangsläufig auf jedes Objekt zutreffen. 
Hintergrundinformationen zum Postbank Wohnatlas 2019
Der Postbank Wohnatlas ist eine jährlich erscheinende, mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt unter verschiedenen Aspekten regional bis auf Kreisebene beleuchtet. Die vorliegende Kaufpreisprognose ist der zweite Studienteil des diesjährigen Wohnatlas. Unter der Leitung von Diplom-Volkswirtin Dörte Nitt-Drießelmann, Senior Researcherin beim Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), wurde die Immobilienpreisentwicklung in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht.
Quelle: Postbank Pressemeldung sowie Meldung auf dem Presseportal.de

#Wohnen #Wohnatlas 2019 #Postbank #CEBU #DemografieExperten

Montag, 6. Mai 2019

TechnikRadar - Technik verändert wie wir leben



Technik ist Teil unseres Leben. Nicht erst seit gestern. Doch die fortschreitende Digitalisierung führt dazu, dass Innovationen immer schneller vonstatten gehen. Das hat in den letzten Jahren dazu, dass sich unser Leben massiv verändert. Wie gehen wir damit um?

Das TechnikRadar von acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Körber Stiftung - zeigt in der jährlichen Analyse was wir Deutschen über Technik denken.

Technik soll mit sozialen Werten im Einklang stehen


Was das Potenzial von Technik als Problemlöser angeht, sind die Deutschen skeptisch: Nur 24,6 Prozent gehen davon aus, dass sie mehr Probleme löst als sie schafft. Etwa ein Drittel (32,9 Prozent) erwartet, dass Herausforderungen wie Hunger, Armut und Klimawandel mit technischer Hilfe gelöst werden können. 

Wenn es um den Nutzen von Technik geht, denken die Befragten zuerst an die Gesellschaft. So sagt mit 73,7 Prozent eine deutliche Mehrheit, dass Technik mit gesellschaftlichen Werten wie Umweltschutz und Gerechtigkeit im Einklang stehen soll. 



Knapp ein Viertel (24,9 Prozent) findet technische Neuerungen nur dann gut, wenn sich daraus persönliche Vorteile ergeben.  

Auch wenn die Deutschen skeptisch sind, sehen sie durchaus positive Aspekte. „Unter allen Befragten rechnet fast jeder Zweite – und darunter Männer mehr als Frauen – damit, dass Technik die Lebensqualität für nachfolgende Generationen verbessern wird“, sagt die wissenschaftliche Projektleiterin Cordula Kropp, Soziologin am Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart. 

„Geht es um konkrete Technologien, denken die Deutschen differenziert. Beim Einsatz von Robotern zur Entlastung von Pflegepersonal sind die Erwartungen zurückhaltend, bei der Nutzung erneuerbarer Energien zur Bekämpfung der globalen Erwärmung deutlich positiver“, so Cordula Kropp weiter.
  

Durch digitale Technologien droht Kontrollverlust


Die Digitalisierung und ihre Folgen betrachten die Deutschen mit gemischten Gefühlen: Sie erwarten zum Beispiel mehrheitlich einen Komfortgewinn (54,5 Prozent), befürchten jedoch ebenso, die Hoheit über ihre eigenen Daten zu verlieren (60,6 Prozent). 

Mit 80,8 Prozent rechnet eine große Mehrheit damit, dass Pflegebedürftige durch den Einsatz von Pflegerobotern weniger menschliche Zuwendung erhalten. 52,9 Prozent befürchten, dass sich dadurch künftig nur noch Wohlhabende von Menschen pflegen lassen können. 



Noch skeptischer sind die Deutschen beim autonomen Fahren. Nur 18 Prozent stufen selbstfahrende Fahrzeuge als zuverlässig ein. Unter denjenigen, die selbst Auto fahren, sind gerade mal 16,2 Prozent bereit, die Verantwortung vollständig an das Fahrzeug abzugeben. 

Eine große Mehrheit (67,4 Prozent) fürchtet, dass Hacker Unfälle verursachen könnten. Ähnlich ist die Sorge bei Smart-Home Technologien: Hier befürchten 67,9 Prozent, dass Internetkriminelle die Wohnung kontrollieren könnten. Nur 8,1 Prozent der Befragten nutzt Lösungen für das intelligente Zuhause

Bürger wollen mitbestimmen – das TechnikRadar dient als Frühwarnsystem 


„Nicht Technik an sich steht für die Deutschen im Mittelpunkt des Interesses, sondern ihre soziale Einbettung – die Ziele, die mit ihr angestrebt werden ebenso wie die Folgen ihres Einsatzes. Zu dieser dringend notwendigen Debatte um den Stellenwert, die Gestaltung und die Regulierung technischer Innovationen will das TechnikRadar zukünftig beitragen“, sagt Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung. „Unser jährliches Monitoring haben wir bewusst als langfristiges Frühwarnsystem angelegt, um Fehlentwicklungen des technologischen Wandels rechtzeitig erkennbar zu machen. Im Idealfall unterstützen wir Innovationsprozesse so, dass Produkte und Technologien im Einklang mit den Erwartungen derer stehen, die sie nutzen oder von ihnen betroffen sind“, ergänzt Projektleiter Ortwin Renn, acatech Präsidiumsmitglied und wissenschaftlicher Direktor des IASS Potsdam

Download der Studie
Booklet TechnikRadar 2018
Langfassung TechnikRadar 2018


TechnikRadar 2019
Die Vorstellung der Ergebnisse erfolgt am 28.05.2019 in Berlin.
Im TechnikRadar 2019 werden die Befragungsdaten von 2018 mit internationalen Studien zu Einstellungen in verschiedenen Ländern Europas verglichen. Die Analyse zeigt, dass es erhebliche Unterschiede bei der Wahrnehmung und Bewertung der Digitalisierung gibt. Vertieft wird auch die Frage, welche Rolle Alter und Geschlecht hierbei spielen. Ein weiteres Thema ist, wie die Deutschen im europäischen Vergleich zu künftigen Anwendungen im Alltag – etwa eHealth, autonomes Fahren oder Pflegeroboter – stehen.
Programm Download


Zur Studie
Die Studie basiert auf einer regelmäßigen, bundesweit durchgeführten, repräsentativen Befragung der Deutschen. Erstellt und wissenschaftlich ausgewertet wird das TechnikRadar vom Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart.


Quelle: Pressemeldung acatech


#CEBU #DEx #DemografieExperten #Digitalisierung #Technik #Bürger #Pflege #Gesellschaft

Mittwoch, 24. April 2019

Barrierefrei - wer kann das bezahlen?


Wenn es um das Thema Barrierefreiheit geht, dann wird das Thema grundsätzlich als wichtig und notwendiger Standard erachtet. Doch wenn es an die Umsetzung geht, kommt immer das Kostenargument, das da lautet "Barrierefreiheit kostet einfach mehr". Ist das wirklich so?

In Vorbereitung auf einen Workshop zum Thema "Wohnen im Alter" bin ich auf die Terragon Studie gestoßen, die anhand eines exemplarischen Wohnungsneubauprojektes die Mehrausgaben für barrierefreies Bauen im Vergleich zum konventionellen Bauen analysiert hat.
Barrierefreie Wohnungen – Grundvoraussetzung für selbstbestimmtes Leben

Im Vorwort der Studie schreibt Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes "Grundvoraussetzung für dieses selbstbestimmte Leben und Wohnen ist aber die Bereitstellung von ausreichend barrierefreiem und bezahlbarem Wohnraum. Viele pflegebedürftige Menschen müssen ihr vertrautes Umfeld nicht nur deshalb verlassen, weil es an den notwendigen Hilfen mangelt, sondern weil die Wohnungen nicht barrierefrei sind."

Kernaussage der Studie


Barrierefreies Bauen ist keine Frage der Kosten, sondern vielmehr der Konzeption und Planung. Zu diesem Schluss kommt die Terragon Studie bei der Analyse der Mehrausgaben für barrierefreies Bauen im Vergleich zum konventionellen Bauen. Das Ergebnis ist verblüffend: Laut Studie macht Barrierefreiheit nur gut ein Prozent der Gesamtbaukosten aus.


Handlungsempfehlungen der Studie

Die Studie empfiehlt Bauherren, "den Fokus auf Maßnahmen zu legen, die den höchsten Beitrag zur Barrierefreiheit leisten: ein barrierefreier Haus- und Wohnungszugang, ein barrierefreier Aufzug, geeignete Türen und ausreichend große Bewegungsflächen, barrierefreie Bäder mit bodengleicher Dusche sowie ein barrierefreier Zugang zum Balkon".

Des Weiteren schlägt die Studie vor, zur Förderung des barrierefreien Bauens, das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ auf den Neubau auszuweiten. Demnach könnten 2.500 bis 5.000 Euro (seit 1.4.2019 geänderte Beträge) pro Wohnung als Zuschuss gewährt werden.


Hier geht es zum Download der Studie: Download der Studie

Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist es an der Zeit,  das Thema Barrierefrei Wohnen viel stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, Akteure in der Region stärker zu vernetzen und so das Thema vom angestaubten Denken zu freien. Barrierefreiheit geht uns alle an!



Quelle: 

Meldung auf der Homepage des Deutschen Städtetages
Homepage Terragon


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